Maßmöbel Werkstatt-Notiz

Offenen Wohnbereich gliedern ohne Wand: Raumteiler und Lofttür nach Maß

Manufaktur X Redaktion · 18. Juli 2025 · 12 Minuten Lesezeit · Werkstatt Regensburg

Offene Wohnbereiche aufteilen: Maßlösungen für Altbau, Neubau und Loft

Wer in einer Gründerzeit-Wohnung in Wien lebt oder eine kernsanierte Altbauwohnung bezogen hat, kennt das Dilemma: Der offene Grundriss ist großzügig und lichtdurchflutet - aber irgendwann wünscht man sich einfach mehr Struktur. Eine Ecke zum Arbeiten, die man nach dem Feierabend gedanklich hinter sich lassen kann. Einen Essbereich, der sich abends vom Wohnzimmer abgrenzt. Oder eine Küche, deren Gerüche nicht durch die gesamte Wohnung ziehen.

Dieser Ratgeber zeigt, welche Methoden im Alltag wirklich funktionieren, wo beim Aufmaß typische Fehler passieren - und wie Sie mit Maßmöbeln aus dem 3D-Konfigurator auf manufakturx.at eine Lösung finden, die technisch sauber und optisch stimmig ist.

Die häufigsten Probleme beim offenen Grundriss

Küche, Essen und Wohnen in einem Raum zu verbinden hat klare Vorteile - Kommunikation, Tageslicht, Großzügigkeit. Doch ohne eine durchdachte Zonierung entstehen immer wieder dieselben Schwierigkeiten:

  • Keine klare Funktionsabgrenzung: Arbeiten, Kochen und Entspannen konkurrieren auf derselben Fläche. Das kostet auf Dauer Energie.
  • Schall: In offenen Räumen verteilt sich Gesprächslärm ungehindert. Wer am Schreibtisch sitzt, hört jede Unterhaltung am Esstisch mit.
  • Kochgerüche: Eine Küche ohne bauliche Trennung verteilt Gerüche in alle Zonen - besonders in kleineren Wohnungen ein echtes Thema.
  • Unordnung wirkt größer: Was in der Küche liegenbleibt, ist vom Sofa aus sichtbar. Das erzeugt unterschwelligen Stress, auch wenn man ihn kaum bewusst wahrnimmt.

All das lässt sich entweder mit flexiblen Mitteln abmildern oder mit dauerhaften Maßlösungen strukturell lösen. Was sinnvoll ist, hängt von der Raumgröße, der Nutzung und den baulichen Gegebenheiten ab - ein 60 m²-Altbau mit 3,20 m Deckenhöhe stellt andere Anforderungen als ein offener Neubau-Grundriss mit abgehängter Decke.

Welche Methoden wirklich funktionieren - ein Überblick

Eine zweiflügelige Stahl-Glas-Tür mit schwarzem Stahlrahmen und Sprossengliederung steht frei in einem industriellen Loft-Studio.
Methode Wirkung Flexibilität Maßanfertigung empfehlenswert?
Lofttür (Stahl-Glas) Akustisch und visuell, Licht bleibt erhalten Gering (fest eingebaut) Fast immer - Altbauöffnungen selten normgerecht
Raumteiler (Stahl-Glas) Visuell, Licht bleibt erhalten Gering (fest eingebaut) Ja - Raumhöhe und -breite individuell
Großes Regal Visuell, zusätzlicher Stauraum Mittel (mit Rollen verschiebbar) Empfehlenswert - Deckenhöhe variiert stark
Rohrregal Visuell, zusätzlicher Stauraum Mittel Empfehlenswert
Sitzbank mit Rückenlehne Visuell, Sitzfunktion Hoch Sinnvoll bei Nischen und Wandlängen
Bodenbelagswechsel Visuell (Zonenmarkierung) Keine Nein (bauliche Maßnahme)
Pflanzen und Paravents Visuell, leicht Sehr hoch Nein

Maßanfertigung oder Standardmöbel - was leistet was?

Im österreichischen Altbau sind Raumbreiten von 213, 247 oder 318 cm keine Seltenheit - und genau diese Maße gibt es beim XXXLutz oder bei IKEA nicht von der Stange. Das Ergebnis sind Füllstücke, Sockelleisten-Kompromisse und sichtbare Lücken, die sich mit keinem Teppich kaschieren lassen.

Bei Manufaktur X geben Sie im 3D-Konfigurator Ihre gewünschten Maße direkt ein - also die Maße, die das fertige Möbelstück haben soll, nicht die Rohbauöffnung. Der Festpreis erscheint sofort, ohne Terminvereinbarung und ohne Warten auf einen Kostenvoranschlag.

Was in der Praxis immer wieder auffällt: In Altbauwohnungen weichen linke und rechte Wandseite bei rund 70 % der Projekte um mindestens 5 mm voneinander ab. Das ist kein Baumangel, sondern das normale Ergebnis von Jahrzehnten Setzung - in Gründerzeit- und Jahrhundertwende-Häusern in Wien ist das eher die Regel als die Ausnahme. Eine maßgefertigte Stahl-Glas-Konstruktion berücksichtigt genau das; ein Standardprodukt ignoriert es schlicht.

Was Maßanfertigung kostet

Der Preisunterschied zu Konfektionsware ist real, aber kleiner als oft angenommen - weil Manufaktur X ausschließlich direkt verkauft, ohne Einrichtungshaus und ohne Zwischenhändler. Was das konkret für Ihre Konfiguration bedeutet, sehen Sie im Echtzeit-Preisrechner:

ProduktPreis abHinweis
Lofttür1.157 €Günstigste mögliche Variante
Raumteiler2.212 €Stahl-VSG, individuelle Breite
Großes Regal3.200 €Massivholz, Stahlgestell, raumhoch
Esstisch1.580 €Massivholz, Stahlgestell
Couchtisch1.155 €Massivholz, Stahlgestell
Sitzbank1.100 €Massivholz, Stahlgestell
TV-Board1.540 €Massivholz, Stahlgestell
Rohrregal1.065 €Modulares Rohrregal

Lofttür nach Maß: Akustik und Licht in einem

Eine Lofttür nach Maß ist die dauerhafteste Möglichkeit, einen offenen Wohnbereich zu gliedern, ohne den Raumeindruck zu zerstören. Der Stahlrahmen mit Glasfüllung lässt Tageslicht passieren, schließt den Bereich aber akustisch ab - besonders relevant zwischen Küche und Wohnzimmer oder zwischen Wohn- und Arbeitsbereich.

Einige technische Details, die bei der Planung eine Rolle spielen:

  • Glastyp: Lofttüren werden ausschließlich mit Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) oder Verbund-Sicherheitsglas (VSG) gefertigt. ESG zerspringt bei Bruch in kleine, stumpfe Fragmente - sicher, aber die Scheibe ist danach nicht mehr verwendbar. VSG hält bei Bruch zusammen, weil eine Folie die Scherben bindet. Das ist besonders relevant in Haushalten mit Kindern oder in stark frequentierten Durchgängen.
  • Stahlrahmen: Pulverbeschichtet nach RAL-Farbsystem, Schichtdicke typisch 60 bis 80 µm. Die Pulverbeschichtung ist kratzfester als nasslackierte Oberflächen, gleichmäßig in der Farbe und umweltfreundlicher in der Herstellung.
  • Montagefuge: Pro Seite sind rund 5 mm Fuge einzuplanen. Das ist keine Ungenauigkeit, sondern technisch notwendig - um Wandunebenheiten auszugleichen und thermische Ausdehnung des Stahlrahmens zu kompensieren.
  • Produktionszeit: 5 bis 6 Wochen ab Bestellbestätigung.

Raumteiler nach Maß: Zonen schaffen, Licht behalten

Ein Raumteiler nach Maß funktioniert ähnlich wie eine Lofttür - mit dem Unterschied, dass er keine Türöffnung enthält. Es handelt sich um eine feststehende Stahl-Glas-Wand, die Bereiche optisch trennt, ohne Tageslicht zu blockieren. Typische Einsatzfälle in österreichischen Wohnungen: die Abtrennung eines Homeoffice-Bereichs im Wohnzimmer, die Trennung von Ess- und Kochzone ohne Kastenmöbel, oder die Raumgliederung in einem umgebauten Dachgeschoss mit freier Grundrissfläche.

Raumteiler lassen sich auch mit einer integrierten Türöffnung kombinieren - dann wird die gesamte Anlage als eine Einheit im Konfigurator geplant. Auch hier gilt: 5 bis 6 Wochen Produktionszeit.

Regale als Raumteiler: Massivholz in drei Holzarten

Ein Regal ist die vielseitigste dauerhafte Lösung - weil es gleichzeitig gliedert und Stauraum bietet. Entscheidend dabei ist die Materialwahl.

Eine zweiflügelige Stahl-Glas-Tür mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Flur von einem hellen Wohnzimmer.

Eiche, Buche, Esche: Was die Holzarten unterscheidet

Alle Regalböden bei Manufaktur X - beim Großen Regal nach Maß und beim Rohrregal nach Maß - werden aus echtem Massivholz gefertigt, ohne Furnier und ohne Spanplatte. Das ist eine technische Entscheidung, keine Marketingaussage: Massivholz lässt sich nachschleifen, hält höhere Punktlasten aus und zeigt nach Jahren keine abgeplatzten Kanten wie furnierte Platten.

Holzart Brinell-Härte (HB) Charakter Passt zu
Eiche ca. 3,7 Grobe Maserung, warm-braun, markante Poren Loft, Altbau, Industrial
Buche ca. 3,8 Feine, gleichmäßige Maserung, hell Skandinavisch, modern, hell
Esche ca. 4,0 Ausgeprägte Flammenmaserung, hell-grau Zeitgenössisch, kontrastreich

Hinweis zu den Härtewerten: Die Brinell-Härte ist ein Laborwert unter definierten Bedingungen. Im Alltag hat die Oberflächenbehandlung - geölt oder lackiert - einen mindestens ebenso großen Einfluss auf die Kratzfestigkeit wie die Holzart selbst.

Geölt oder lackiert - was im Alltag den Unterschied macht

Geölte Oberflächen fühlen sich natürlicher an und lassen sich lokal ausbessern: Ein Kratzer lässt sich einfach nachölen, ohne die gesamte Fläche schleifen zu müssen. Dafür bildet Öl keine vollständige Barriere - verschütteter Rotwein oder Kaffee muss sofort aufgewischt werden. Lackierte Oberflächen sind dichter und pflegeleichter, bei tiefen Kratzern aber aufwendiger in der Aufbereitung. Wer mit Kindern im Haushalt lebt, greift in der Praxis häufiger zur lackierten Variante; wer den natürlichen Holzcharakter in den Vordergrund stellen möchte, zur geölten.

Aufmaß: Hier entstehen die häufigsten Fehler

Der häufigste Grund, warum Maßmöbel nicht passen, ist kein Produktionsfehler - es ist ein falsches Aufmaß. Das gilt besonders im österreichischen Altbau, wo Wände selten lotrecht sind und Deckenhöhen von Raum zu Raum variieren können. In einem typischen Wiener Gemeindebau der Zwischenkriegszeit oder einem Einfamilienhaus aus den 70er-Jahren sind Abweichungen von 10 bis 30 mm vom Grundrissplan keine Ausnahme.

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Wohnbereich vom Essbereich.

Sechs typische Fehler beim Aufmaß - und wie Sie sie vermeiden

  1. Grundrissplan statt Vor-Ort-Maß: Pläne zeigen Sollmaße, keine Istmaße. Immer vor Ort messen - an mehreren Punkten (oben, Mitte, unten).
  2. Sockelleiste vergessen: Eine 15 mm hohe Sockelleiste reduziert die nutzbare Breite auf beiden Seiten. Wer das nicht berücksichtigt, erhält ein Möbelstück, das nicht bündig an der Wand steht.
  3. Steckdosen und Heizkörper übersehen: Hinter einem Regal oder einer Sitzbank verschwinden Steckdosen dauerhaft. Alle Anschlüsse vor der Konfiguration auf einer Skizze markieren.
  4. Schwenkbereich der Tür nicht eingeplant: Eine Lofttür mit 900 mm Flügelbreite braucht 900 mm freien Schwenkbereich. Ohne diese Planung schlägt die Tür gegen die Sitzbank oder den Esstisch.
  5. Montagefuge nicht berücksichtigt: Rund 5 mm Fuge pro Seite zwischen Möbel und Wand einplanen. Ohne diese Toleranz lässt sich ein Möbelstück bei unebenen Wänden nicht gerade ausrichten.
  6. Höhe nur einmal gemessen: Altbaudecken sind selten exakt horizontal. Die lichte Höhe an mindestens drei Punkten entlang der geplanten Möbelbreite messen und das kleinste Maß verwenden - besonders wichtig in Räumen mit Dachschräge.

Esstisch und Sitzbank: Möbel, die Zonen definieren

Eine Sitzbank nach Maß kann im offenen Grundriss zwei Aufgaben gleichzeitig übernehmen: Sie markiert die Grenze zwischen Ess- und Wohnbereich und bietet Sitzfläche. Besonders wirkungsvoll ist eine hohe Rückenlehne, die wie eine niedrige Trennwand wirkt, ohne den Raum optisch zu schließen.

Der Esstisch nach Maß definiert die Esszone allein durch seine Position und Dimensionierung. Ein Tisch, der zu klein ist, wirkt verloren im Raum; einer, der zu groß ist, blockiert Laufwege. Als Orientierung gilt: pro Person 60 bis 65 cm Tischbreite, Mindestabstand zur nächsten Wand oder zum nächsten Möbelstück 90 cm.

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen hellen Wohnbereich von einer Küche.

Tisch- und Bankplatten sind bei Manufaktur X wahlweise als Leimholz (echtes Massivholz aus verleimten Brettern) oder als Furnier erhältlich. Leimholz zeigt die natürliche Brettstruktur mit leichten Farbunterschieden zwischen den Lagen - das ist kein Fehler, sondern das charakteristische Merkmal echter Massivholzplatten. Wer eine ruhigere, fugenlosen Oberfläche bevorzugt, wählt die Furniervariante.

Psychologie der Raumgliederung: Warum Grenzen helfen

Unser Gehirn orientiert sich an räumlichen Ankerpunkten - erkennbaren Grenzen, die signalisieren, welches Verhalten in welchem Bereich angemessen ist. Ein Arbeitsbereich, der visuell nicht vom Wohnzimmer getrennt ist, macht es schwerer, nach dem Feierabend wirklich abzuschalten. Studien aus der Umgebungspsychologie zeigen, dass Menschen in klar gegliederten Räumen weniger Erschöpfungssymptome berichten als in unstrukturierten offenen Grundrissen.

Für die Praxis bedeutet das: Jede Zone braucht mindestens ein Ankermöbel (Esstisch, Sofa, Schreibtisch) und eine sekundäre Grenzmarkierung (Teppich, Regal, Licht). Mehr als zwei Ankerpunkte erhöhen die Komplexität, ohne proportionalen Gewinn zu bringen.

Akustik im offenen Wohnraum: Was tatsächlich hilft

Harte, glatte Flächen reflektieren Schall - weiche, poröse Materialien absorbieren ihn. Die wirksamsten Maßnahmen in absteigender Reihenfolge:

  • Teppich auf mindestens 40 % der Bodenfläche: Der größte Einzeleffekt, weil der Boden die größte reflektierende Fläche im Raum ist.
  • Vollbestückte Bücherregale: Bücher absorbieren Schall durch ihre unregelmäßige, poröse Oberfläche. Ein gut gefülltes Regal wirkt akustisch spürbar besser als ein halb leeres Dekorationsregal.
  • Polstermöbel und Vorhänge: Jede textile Fläche trägt zur Dämpfung bei - schwere Stoffe wirken besser als leichte.
  • Raumteiler aus Stahl-Glas: Reduziert die Schallausbreitung zwischen Zonen, ohne Textilien zu benötigen - relevant, wenn das Raumkonzept bewusst auf harte, klare Materialien setzt.

Maßlösungen für verschiedene Lebenssituationen

Familien mit Kindern

Hier geht es um Sichtbarkeit bei gleichzeitiger Abgrenzung: Kinder sollen beim Spielen im Blickfeld bleiben, der Spielbereich soll sich abends aber schnell in einen Erwachsenenbereich verwandeln. Ein Rohrregal auf Rollen, das tagsüber den Spielbereich begrenzt und abends zur Seite geschoben wird, ist eine bewährte Lösung. Wichtig: Regale, die als Raumteiler eingesetzt werden, müssen wandseitig gesichert sein, sobald Kinder im Haushalt leben.

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Wohnbereich von einem dahinterliegenden Raum.

Homeoffice im Wohnraum

Ein Arbeitsbereich im Wohnzimmer funktioniert langfristig nur, wenn er sich visuell abschließen lässt. Eine Lofttür oder ein Raumteiler zwischen Arbeits- und Wohnzone ist die technisch sauberste Lösung - sie ermöglicht auch bei Videokonferenzen eine akustische Trennung. Wer keine bauliche Maßnahme möchte, kann mit einem hohen Regal arbeiten, das zur Wohnseite hin dekorativ gestaltet ist und zur Arbeitsseite als Stauraum dient.

Altbau-Sanierung in Wien und anderen Städten

Altbauten stellen besondere Anforderungen: Wände sind selten lotrecht, Böden nicht immer eben, und Türöffnungen weichen von Standardmaßen ab. Im Wiener Altbau - ob Gründerzeit-Zinshaus, Jahrhundertwende-Wohnung oder sanierter Gemeindebau - ist Maßanfertigung häufig keine Komfortoption, sondern die einzige technisch saubere Lösung. Wandneigungen von 3 bis 8 mm auf 2 m Länge sind in solchen Gebäuden normal; bei einem Standardmöbel entstehen daraus sichtbare Fugen, die sich nicht wegdiskutieren lassen.

Multifunktionale Möbel im offenen Grundriss

Im offenen Wohnraum ist jedes Möbelstück, das nur eine einzige Funktion erfüllt, eine verschenkte Chance. Kombinationen, die in der Praxis gut funktionieren:

  • Sitzbank mit Stauraum: Grenzt die Esszone zur Wohnzone ab, bietet Sitzfläche und schließt Stauraum ein - besonders hilfreich in Wohnungen ohne separate Abstellkammer.
  • Rohrregal beidseitig zugänglich: Zur Wohnseite Bücher und Dekoration, zur Küchenzone Kochbücher und Vorräte.
  • Esstisch mit Einlegeplatte: Ein Esstisch nach Maß mit Einlegeplatten wächst von der Alltagsgröße für vier Personen auf die Festgröße für acht - ohne dauerhaft zu viel Fläche zu beanspruchen.

Bodenbeläge und Beleuchtung: Zonierung ohne Möbel

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt ein Wohnzimmer von einem Essbereich.

Bodenbelagswechsel markiert Zonengrenzen zuverlässig - Parkett im Wohnbereich, Fliesen in der Küche, ein Teppich unter der Sitzgruppe. Der Wechsel des Belags signalisiert dem Auge eine Funktionsänderung, ohne physische Barriere. Wichtig: Übergänge sollten bündig sein oder durch einen sauberen Abschlussstreifen abgeschlossen werden - sonst entstehen Stolperkanten an täglich frequentierten Stellen.

Beleuchtungszonen wirken besonders abends. Ein Pendelleuchter über dem Esstisch (Abhängehöhe ca. 70 bis 75 cm über der Tischoberfläche), eine Stehlampe im Lesebereich, helles Arbeitslicht in der Küche. Unterschiedliche Lichttemperaturen - warm im Wohnbereich, neutral bis kalt in der Küche - verstärken den Zoneneffekt zusätzlich.

Temporäre Raumteiler: Pflanzen, Vorhänge, Paravents

Flexible Lösungen haben ihren Platz - sie sind günstig, reversibel und schnell umsetzbar. Ihre Grenzen sollte man aber kennen:

  • Großblättrige Zimmerpflanzen (Monstera, Ficus lyrata, Strelitzie) in Kübeln ab 40 cm Topfdurchmesser erzeugen eine grüne Sichtbarriere und verbessern die Raumluft. Akustische Wirkung haben sie keine, aber als visuelle Grenzmarkierung funktionieren sie gut.
  • Deckenmontierte Vorhänge auf einer Schiene lassen sich bei Bedarf schließen und tagsüber vollständig öffnen. Halbtransparente Stoffe lassen Licht durch und nehmen trotzdem die direkte Sicht - sinnvoll zwischen Wohn- und Schlafbereich in kleinen Wohnungen.
  • Paravents sind die flexibelste, aber auch instabilste Lösung: Sie kippen bei Zugluft und haben keine akustische Wirkung.

Bauliche Mittel ohne zusätzliche Möbel

Eine Kücheninsel markiert die Kochzone und schafft einen natürlichen Übergang zum Ess- oder Wohnbereich. Mit Barhockern wird sie zur Kommunikationszone. Als Planungsgrundlage gilt: Mindestabstand zur gegenüberliegenden Küchenzeile 90 cm für eine Person, 120 cm wenn zwei Personen gleichzeitig arbeiten.

Ein freistehender Kaminofen kann als zentrales Raumelement positioniert werden, das den Grundriss in zwei Hälften teilt - Wohnbereich auf einer Seite, Essbereich auf der anderen. Die Strahlungswärme verteilt sich in beide Zonen; der optische Effekt ist beträchtlich. Gerade in österreichischen Häusern mit Gemütlichkeitsanspruch ist das eine Lösung, die Funktion und Atmosphäre verbindet.

Halbhohe Wände oder Podeste sind bauliche Maßnahmen, die eine klare Höhendifferenz schaffen. Ein Podest von 15 bis 20 cm Höhe definiert eine Zone eindeutig, ohne Wände hochzuziehen. Die Ausführung erfordert einen Handwerker; der Effekt ist dauerhaft.

Der 3D-Konfigurator: Ihre Maßlösung in wenigen Minuten planen

Manufaktur X fertigt alle Produkte in der EU und verkauft ausschließlich direkt - kein Einrichtungshaus, kein Zwischenhändler. Im 3D-Konfigurator auf manufakturx.at planen Sie Ihre Maßmöbel vollständig online: gewünschte Maße eingeben, Material und Oberfläche wählen, Festpreis sofort sehen, bestellen. Kein Außendiensttermin, keine Wartezeit auf einen Kostenvoranschlag. Alle Preise verstehen sich inklusive UmSt.

Raumteiler - 3D-konfigurator, Manufaktur X
Raumteiler

Häufige Fragen

Wie viel Montagefuge brauche ich bei einer maßgefertigten Lofttür?

Pro Seite rund 5 mm Fuge zwischen Türrahmen und Wand einplanen. Diese Toleranz ermöglicht den Ausgleich von Wandunebenheiten und wird beim Einbau mit Montageschaum oder Dichtband geschlossen. Ohne diese Fuge lässt sich ein Stahlrahmen in einer nicht exakt lotrechten Öffnung nicht korrekt ausrichten - besonders in Altbauwohnungen ein wichtiger Punkt.

Kann ich eine offene Küche nachträglich abtrennen, ohne Wände einzuziehen?

Ja. Eine Lofttür oder ein Raumteiler aus Stahl und Sicherheitsglas schafft eine funktionale Trennung, ohne Tageslicht zu blockieren. Beide Lösungen sind nachträglich einbaubar und erfordern keine statischen Eingriffe, sofern keine tragende Wand betroffen ist. Im Zweifelsfall vor der Beauftragung einen Statiker oder Bausachverständigen hinzuziehen.

Welche Holzart ist am härtesten und damit am robustesten?

Von den drei bei Manufaktur X verfügbaren Holzarten hat Esche mit ca. 4,0 HB die höchste Brinell-Härte, gefolgt von Buche (ca. 3,8 HB) und Eiche (ca. 3,7 HB). Die Unterschiede sind im Alltag gering - die Oberflächenbehandlung (geölt oder lackiert) hat auf die Kratzfestigkeit im Nutzungsbetrieb einen größeren Einfluss als die Holzart allein.

Lohnt sich Maßanfertigung auch in Räumen mit normgerechten Maßen?

Ja, auch in Räumen mit normgerechten Maßen bietet Maßanfertigung Vorteile - vor allem bei Tiefe und Breite von Regalen sowie bei der Materialwahl. Standardregale sind in der Tiefe auf 30 oder 40 cm normiert; ein Regal mit 37 cm Tiefe, das exakt in eine Nische passt, ist im Handel schlicht nicht erhältlich. Ob der Aufpreis gerechtfertigt ist, lässt sich einfach prüfen: im Konfigurator Wunschmaß eingeben und Preis sofort vergleichen.

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