Raumteiler ohne Bohren: Stahl-Glas-Systeme für Mietwohnung und Altbau
Ein Stahl-Glas-Raumteiler in einer Wiener Altbauwohnung oder einem Einfamilienhaus der 70er-Jahre - das klingt nach einem Projekt, das unweigerlich mit Bohrmaschine, Dübeln und Vermieteranruf beginnt. Muss es aber nicht. Wer die richtigen Fragen stellt, bevor er konfiguriert, spart sich nicht nur den Anruf beim Hausbesorger, sondern auch Rückbaukosten beim Auszug und unnötige Schäden an historischer Bausubstanz. Dieser Ratgeber erklärt, welches System zu welchem Untergrund passt, welche Glasdicken bei welchen Raumhöhen technisch notwendig sind, und worauf es bei der Montage wirklich ankommt.
Was erlaubt der Mietvertrag - und was nicht?
Bohrfreie Konstruktionen als Einrichtungsgegenstände
Im österreichischen Mietrecht gilt: Eingriffe in die Bausubstanz - also Dübellöcher in Wänden, Böden oder Decken - sind ohne schriftliche Zustimmung des Vermieters nicht erlaubt. Wer eine Klemmkonstruktion verwendet, die ausschließlich auf Reibungskraft zwischen Boden und Decke basiert, oder einen freistehenden Raumteiler mit Eigengewichtsstabilisierung aufstellt, verändert die Substanz des Mietobjekts nicht. Solche Lösungen gelten rechtlich als Einrichtungsgegenstände, nicht als Einbauten - und können bei Mietende ohne Handwerker und ohne Folgekosten wieder entfernt werden.
Das ist in Österreich besonders relevant: Rund 43 % der österreichischen Haushalte leben zur Miete (Statistik Austria, Wohnen 2023). In Wien liegt der Mieteranteil sogar deutlich höher, vor allem in Gründerzeit- und Gemeindebauwohnungen, wo historische Stuckdecken und Kassettenböden ohnehin jeden unnötigen Eingriff verbieten. Für diese Haushalte ist ein bohrfreies System keine Kompromisslösung, sondern schlicht die einzig sinnvolle.
Bei denkmalgeschützten Objekten - in Wien betrifft das viele Wohnungen in der Innenstadt und in den Gründerzeitbezirken - empfiehlt sich eine kurze schriftliche Anfrage beim Vermieter oder bei der zuständigen Hausverwaltung, auch wenn sie rechtlich nicht zwingend notwendig ist. Das schafft Klarheit und dokumentiert, dass keine substanzverändernden Maßnahmen geplant sind.
Rückbau beim Auszug: Was kostet eine festinstallierte Alternative wirklich?
Wer eine fest verdübelte Glastrennwand einbaut, zahlt beim Auszug drauf: Demontagestunden, Verfugung und Malerarbeiten können je nach Umfang 400-900 € kosten - ganz ohne Schäden an Stuckdecken oder Terrazzoböden, die in Wiener Altbauten keine Seltenheit sind. Ein bohrfreier Stahlrahmen-Raumteiler lässt sich von zwei Personen in 30 bis 60 Minuten demontieren, ohne Werkzeug, ohne Spachtel, ohne Handwerkerrechnung. Das Möbelstück bleibt vollständig erhalten und kann im neuen Zuhause wieder aufgestellt werden, sofern die Raumhöhe innerhalb der konfigurierten Toleranz liegt.
Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: In einer Gründerzeitwohnung in Wien mit 3,6 m Deckenhöhe wurde ein Stahlrahmen-Raumteiler mit VSG-Glas und Boden-Decke-Klemmung auf einer massiven Betondecke montiert - vollständig bohrfrei, Breite 2.600 mm. Bei Mietende konnte die Mieterin den Raumteiler rückstandsfrei abbauen, ohne einen Handwerker zu beauftragen.
Mobilität als wirtschaftlicher Vorteil
Eine fest verankerte Glastrennwand ist nach dem Einbau ortsgebunden - in einer anderen Wohnung wäre sie wertlos. Ein bohrfreier Maßrahmen hingegen ist ein transportables Möbelstück: mitnehmbar beim Umzug, verwendbar in einem anderen Raum, bei Bedarf weiterverkaufbar. Wer heuer umzieht und den Raumteiler mitnehmen will, kann das tun, sofern die Deckenhöhe am neuen Standort passt. Dieser wirtschaftliche Vorteil wird bei der Gesamtkostenbetrachtung gegenüber festinstallierten Konstruktionen regelmäßig unterschätzt.
Klemmsystem oder Eigengewicht: Welche Konstruktion trägt das Glas sicher?
Boden-Decke-Klemmung mit Gewindespindeln
Das Prinzip einer Boden-Decke-Klemmung ist mechanisch präzise: Eine Gewindespindel in der Fußplatte des Stahlrahmens wird gegen den Boden gespannt, ein Gegenstück am Kopf des Rahmens gegen die Decke. Die entstehende Reibungskraft hält den Rahmen in Position - ohne einen einzigen Dübel. Bei korrekter Ausführung ist dieses System für Stahlrahmen mit einer Glasfüllung von 180-220 kg ausreichend dimensioniert und bei Raumhöhen bis 3.500 mm realisierbar.
Voraussetzung ist allerdings ein massiver Untergrund: Stahlbeton, Vollziegel oder tragende Holzbalken. In Wiener Gründerzeitwohnungen mit massiven Decken ist das meist gegeben - in Neubauten mit abgehängten Decken oder Trockenbau-Unterkonstruktionen hingegen nicht.
„Bohrfreie Befestigungssysteme sind kein Kompromiss - sie sind für viele Altbausituationen die statisch sinnvollere Lösung, weil sie keine Schwächung der Deckenkonstruktion durch Dübellöcher verursachen."
Dipl.-Ing. Markus Frei, Innenarchitekt, Architektenkammer Bayern, Fachtagung Innenausbau 2023
Achtung: Trockenbaudecken sind nicht geeignet
Boden-Decke-Systeme drücken mit mehreren hundert Newton gegen die Decke. Gipskartonplatten sind für diese Klemmlasten nicht ausgelegt: Sie können sich verformen oder im schlimmsten Fall durchdrücken - und damit ihre Klemmfläche vollständig verlieren. Wer ein Boden-Decke-System an einer Rigipsdecke montiert, riskiert nicht nur die Stabilität des Raumteilers, sondern auch Schäden an der Deckenkonstruktion, deren Behebung teurer ist als der Raumteiler selbst.
„Klemmsysteme für Boden-Decke-Montage sind nur auf massiven Untergründen (Stahlbeton, Vollziegel, Massivholzbalken) zuverlässig. Auf Trockenbauelementen oder Hohlkörperdecken verlieren sie ihre Klemmwirkung unter dynamischer Last."
ift Rosenheim, Merkblatt Glaskonstruktionen im Innenausbau, Ausgabe 2021
Freistehend durch Eigengewicht: die richtige Alternative
Wo eine Deckenklemmung nicht in Frage kommt - etwa bei Trockenbaudecken, Holzbalkendecken mit unzureichender Tragfähigkeit oder Böden mit Fußbodenheizung - ist die Eigengewichtsstabilisierung die technisch korrekte Lösung. Ab einem Eigengewicht von rund 120 kg und einer Fußplattenbreite von mindestens 600 mm steht ein freistehender Stahlrahmen-Raumteiler standsicher, ohne jede Verbindung zur Decke.
In einem Dachgeschossausbau in Salzburg mit Holzbalkendecke und Fußbodenheizung im Estrich wurden auf diese Weise zwei freistehende Glasraumteiler als Homeoffice-Abtrennung realisiert: Stahlrahmen mit breiten Fußplatten (300 x 400 mm), kein Dübel, keine Deckenverbindung, standsicher durch das Eigengewicht der Konstruktion.
Glasdicke und maximale Bauhöhe
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) ab 8 mm Dicke ist selbsttragend bis etwa 2.200 mm Höhe. Innerhalb dieser Grenze reicht der Glasrahmen, um das Eigengewicht der Scheibe aufzunehmen. Bei größeren Höhen - wie sie in Wiener Altbauwohnungen oder ausgebauten Dachböden regelmäßig vorkommen - wird entweder VSG (Verbund-Sicherheitsglas) oder eine vollständig ausgesteifte Stahlrahmenkonstruktion notwendig. Diese Grenze ist keine Empfehlung, sondern ergibt sich aus der Biegezugfestigkeit des Glases. Für Formate zwischen 2.200 mm und 3.500 mm Höhe ist VSG oder ein ausgesteifter Stahlrahmen die einzige technisch korrekte Wahl.
Boden und Decke im Altbau: Welche Lasten muss der Untergrund tragen?
Punktlasten und Flächenpressung richtig einschätzen
Ein Stahlrahmen-Raumteiler mit 3 m Breite und 2,4 m Höhe wiegt je nach Glasdicke und Rahmenprofil 180-220 kg. Dieses Gewicht wirkt nicht flächig, sondern konzentriert sich auf die Aufstandsflächen der Fußplatten. Zwei Fußplatten mit je 300 x 400 mm tragen bei einem Gesamtgewicht von 200 kg eine Flächenpressung von etwa 83 kg pro Fußplatte - auf einem Betonboden kein Problem, auf schwimmend verlegtem Parkett oder Estrich über Fußbodenheizung aber eine Größe, die vorab geprüft werden sollte.
„Die häufigste Fehlerquelle bei freistehenden Glastrennwänden ist nicht das Glas selbst, sondern die Unterschätzung der Bodentragfähigkeit bei punktueller Belastung durch Klemmfüße."
Institut für Bautechnik Berlin (DIBt), Prüfbericht Innenausbau, 2022
Holzbalkendecken: Was in der Gründerzeitwohnung zu beachten ist
Viele Wiener Altbauwohnungen aus der Gründerzeit und der Jahrhundertwende haben Holzbalkendecken. Diese tragen typischerweise 150-200 kg/m² Nutzlast - was ausreichend klingt, bis man die Geometrie betrachtet. Ein Klemmfuß mit 300 x 400 mm Aufstandsfläche (0,12 m²) konzentriert eine Last von 100 kg auf einen einzelnen Punkt. Die resultierende Flächenpressung übersteigt die zulässige Nutzlast um ein Vielfaches. Bei Holzbalkendecken empfiehlt sich entweder die Eigengewichtsstabilisierung ohne Deckenklemmung oder eine Einschätzung durch einen Statiker, der die tatsächliche Tragfähigkeit der Balkenkonstruktion beurteilt.
Fußbodenheizung und Dehnungsfugen: ein unterschätztes Detail
Fußbodenheizung im Estrich bringt eine weitere Herausforderung mit sich: Dehnungsfugen im Estrich dürfen nicht durch Klemmfüße überbrückt oder belastet werden, da dies zu Rissen im Estrich führen kann. Die technische Lösung ist eine Lastverteilungsplatte aus 6 mm Stahl in den Abmessungen 500 x 500 mm, die zwischen Fußplatte und Estrich eingelegt wird. Sie verteilt die Punktlast auf eine größere Fläche und reduziert die Flächenpressung auf ein für Estrichkonstruktionen verträgliches Maß.
Temperaturschwankungen und Klemmsysteme
Betondecken dehnen sich bei Temperaturschwankungen aus und ziehen sich wieder zusammen. Die Raumhöhe kann sich im Verlauf einer Heizperiode um 1-3 mm verändern - für das bloße Auge unsichtbar, für ein auf Reibungskraft basierendes Klemmsystem aber erheblich. Günstige Klemmsysteme aus dem Baumarkt - konzipiert für Vorhangstangen oder Dekoration - verlieren bei dieser Längenänderung ihre Klemmwirkung vollständig. Qualitätssysteme mit nachziehbaren Gewindespindeln kompensieren diesen Effekt, setzen aber einen Nachzieh-Termin nach 6-8 Wochen nach der ersten Heizperiode voraus. In dieser Einlaufphase verlieren Klemmsysteme durch Setzungseffekte und Temperaturschwankungen bis zu 15 % ihrer ursprünglichen Klemmkraft.

Montage Schritt für Schritt: So gelingt der Aufbau ohne Handwerker
Messen ist das Entscheidende - und der häufigste Fehler
Der häufigste Grund dafür, dass ein maßgefertigter Raumteiler nicht passt, ist kein Produktionsfehler - sondern eine falsche Messung. Die Raumhöhe muss an mindestens drei Punkten gemessen werden: links, mittig und rechts der geplanten Aufstellposition. Abweichungen von mehr als 5 mm zwischen diesen Messpunkten sind in Wiener Altbauwohnungen keine Seltenheit - schiefe Böden, gewölbte Decken und Stuckkanten erfordern individuelle Ausgleichselemente, die bei einer Maßanfertigung direkt in die Konfiguration eingehen. Gleichzeitig ist die Deckenstruktur zu identifizieren, denn sie bestimmt, welches Stabilisierungssystem technisch zulässig ist.
- Raumhöhe an drei Punkten messen (links, Mitte, rechts) - Abweichungen über 5 mm dokumentieren
- Deckenstruktur bestimmen: Beton, Trockenbau oder Holzbalken
- Fußleistenhöhe, Heizkörper und Dehnungsfugen im Boden notieren
- Fotos der Einbausituation anfertigen - Stuckkanten, Schrägen und Vorsprünge mit abbilden
Wichtig: Bei Manufaktur X werden die gewünschten Fertigmaße direkt eingegeben - nicht das Rohbaumaß oder die Wandöffnung. Das bedeutet: Was konfiguriert wird, wird auch so gefertigt und geliefert.
Montagereihenfolge beim Klemmsystem
Die Montage folgt einer festen Abfolge, von der nicht abgewichen werden sollte. Zuerst wird der Stahlrahmen ohne Glasfüllung an der vorgesehenen Position aufgestellt. Mit einem 2-m-Richtscheit und einer Wasserwaage wird die Lotrechte in beiden Achsen geprüft - Abweichungen von mehr als 2 mm pro Meter führen langfristig zu Spannungsrissen im Glas. Erst wenn der Rahmen exakt im Lot steht, werden die Gewindespindeln gleichmäßig angezogen, mit einem Anzugsmoment von etwa 15-20 Nm. Danach ist das Lot erneut zu kontrollieren, da das Anziehen der Spindeln den Rahmen minimal verschieben kann. Erst nach dieser abschließenden Kontrolle erfolgt der Glaseinbau.
Glaseinbau: Gewicht, Hilfsmittel und Dichtungsprofil
Eine ESG-Scheibe von 1 m x 2 m bei 10 mm Dicke wiegt etwa 25 kg. Das klingt handhabbar - ohne geeignete Hilfsmittel ist es das in der Praxis nicht. Kantenbeschädigungen beim Einsetzen sind die häufigste Ursache für Glasbruch nach der Montage. Ein Glasheber (Vakuumsauger) mit mindestens 80 kg Tragkraft ist kein optionales Hilfsmittel, sondern eine Sicherheitsanforderung. Der Einbau erfordert mindestens zwei Personen. Ebenso zwingend ist das Dichtungsprofil aus EPDM oder Silikon zwischen Glas und Stahlrahmen: Direkter Metall-Glas-Kontakt erzeugt Mikrovibrationen und Spannungskonzentrationen, die das Glas langfristig beschädigen.
„ESG-Glas darf niemals ohne elastisches Zwischenprofil in metallische Rahmenkonstruktionen eingesetzt werden. Der direkte Kontakt führt zu Spannungsspitzen, die bei thermischer Belastung zum Spontanbruch führen können."
Bundesverband Flachglas, Technische Richtlinie Glaseinbau im Wohnungsbau, 2022
Die Schutzfolie auf dem Glas sollte erst nach vollständiger Montage entfernt werden - Kratzer durch Werkzeuge oder Rahmenkontakt entstehen fast ausschließlich während der Montage, nicht danach.
Abschlusstest und Nachzieh-Termin nach der ersten Heizperiode
Nach der Montage ist die Kippstabilität zu prüfen: Beide Hände an die Oberkante des Raumteilers legen und mit etwa 30 kg seitlicher Kraft belasten. Kein System darf dabei mehr als 5 mm nachgeben. Gibt es mehr Bewegung, sind die Klemmspindeln nachzuziehen und das Lot erneut zu kontrollieren. Sechs bis acht Wochen nach der Montage - und nach der ersten vollständigen Heizperiode - sollten die Spindeln einmalig nachgezogen werden. Danach genügt eine jährliche Sichtkontrolle.
Klarglas, Milchglas oder VSG: Welche Glaswahl passt zu Ihrem Vorhaben?
ESG als Standardwahl bis 2.200 mm Höhe
ESG nach EN 12150 ist die Standardwahl für Glasraumteiler bis 2.200 mm Höhe. Mit einer Biegezugfestigkeit von 120 N/mm² - rund viermal höher als die von normalem Floatglas - ist es für die mechanischen Anforderungen eines Raumteilers im Wohnbereich ausreichend dimensioniert. Im Bruchfall zerfällt ESG in kleine, stumpfkantige Krümel ohne schwere Schnittverletzungen. Ab 8 mm Dicke ist ESG selbsttragend genug für freistehende Konstruktionen. Für Höhen bis 2.200 mm ist 8 mm die übliche Wahl; für größere Formate empfiehlt sich 10 mm, um die Biegesteifigkeit zu erhöhen.
VSG: Wann der Aufpreis sinnvoll ist
VSG besteht aus zwei oder mehr Glasschichten, die durch eine PVB-Folie miteinander verbunden sind. Im Bruchfall hält die Folie die Scherben zusammen - das Glas bricht, bleibt aber in seiner Fläche. Ab 2.200 mm Höhe ist VSG oder eine ausgesteifte Stahlrahmenkonstruktion technisch zwingend. Darüber hinaus erreicht VSG 6/6 mm mit PVB-Folie einen Schalldämmwert (Rw) von bis zu 42 dB - gegenüber etwa 35 dB bei ESG 10 mm. Für die Abtrennung eines Homeoffice in einem offenen Grundriss sind diese 7 dB hörbar relevant: 42 dB entsprechen in etwa der Dämmwirkung einer massiven Innentür, 35 dB der einer leichten Holztür. Der Aufpreis gegenüber ESG beträgt rund 20-35 %, abhängig von Scheibengröße und Glasaufbau.
Klarglas oder Milchglas - Gemütlichkeit und Pflegeaufwand
Klarglas maximiert die Lichtdurchlässigkeit und lässt den Raum optisch groß wirken - zeigt aber jeden Fingerabdruck sofort. Milchglas oder Satinato-Glas streut das Licht angenehm, schützt die Privatsphäre und ist im Alltag deutlich pflegeleichter. Wer einen Raumteiler als Schlafzimmerabtrennung oder Homeoffice-Trennung plant, wird mit Milchglas langfristig entspannter leben. Klarglas eignet sich dort, wo die Raumwirkung durch Transparenz erhalten bleiben soll - etwa in einem kleineren Wohnzimmer, das durch den Raumteiler nicht optisch verkleinert werden darf.
Glastyp, Rahmenprofil und Farbe lassen sich im 3D-Konfigurator von Manufaktur X in Echtzeit kombinieren und als Festpreis berechnen, bevor eine Bestellung ausgelöst wird. Das erspart böse Überraschungen beim Angebot.
Elastisches Zwischenprofil: technische Pflicht, keine Option
Unabhängig von der gewählten Glasart gilt für jede Stahlrahmenkonstruktion: Das elastische Zwischenprofil zwischen Glas und Rahmen ist keine optionale Ausstattung, sondern eine technische Notwendigkeit. Direkter Metall-Glas-Kontakt erzeugt bei thermischer Belastung Spannungsspitzen an den Glaskanten. Bei ESG können diese Spannungen zu spontanem Glasbruch führen - einem Phänomen, das ohne Vorwarnung auftritt und durch korrekte Montage vollständig vermieden werden kann. EPDM- oder Silikonprofile mit einer Shore-Härte von 60-70 sind die üblichen Materialien; sie dämpfen Mikrovibrationen und gleichen minimale Maßtoleranzen zwischen Glas und Rahmen aus.
Was kostet ein bohrfreier Raumteiler - und was steckt im Preis?
Baumarkt-Klemmsystem oder Maßanfertigung: ein fairer Vergleich
Klemmsysteme aus dem Baumarkt sind für 80-250 € erhältlich - und für Vorhangstangen oder leichte Dekorationselemente ausgelegt, nicht für ESG-Scheiben mit 20-40 kg Gewicht. Die Klemmbacken sind für diese Lasten nicht dimensioniert; die Materialgüte der Spindeln entspricht nicht den Anforderungen einer dauerhaft belasteten Konstruktion. Auch Standardprodukte aus dem Möbelhandel - ob IKEA oder XXXLutz - bieten keine maßgefertigten Glasraumteiler mit Stahlrahmen, die auf Ihre exakten Raumhöhen und Deckenuntergründe abgestimmt sind.
Ein maßgefertigter Stahlrahmen-Raumteiler von Manufaktur X - Rahmenprofil aus 4 mm Rohstahl, pulverbeschichtet, ESG 8 mm, bohrfreies Klemmsystem - beginnt ab 945 €. Dieser Preis schließt die Maßfertigung auf die exakten Wunschmaße ein: kein Nacharbeiten vor Ort, keine Passungenauigkeiten durch Standardformate. Schon eine leicht schiefe Wand mit 3° Abweichung ergibt bei 2.400 mm Raumhöhe einen Versatz von über 12 cm an der Decke - Standardbreiten passen in solche Altbauöffnungen schlicht nicht.
Alle Raumteiler werden in der EU gefertigt. Die Produktionszeit beträgt 5-6 Wochen ab Auftragsbestätigung - kalkulierbar und ohne Überraschungen. Der pulverbeschichtete Stahlrahmen ist kratzfest, gleichmäßig in der Farbe und langlebig - ein klarer Vorteil gegenüber lackierten Oberflächen, die mit der Zeit nachdunkeln oder abblättern können.
Aufpreis für VSG und Sonderfarben
VSG kostet gegenüber ESG rund 20-35 % mehr, abhängig von Scheibengröße und Glasaufbau. RAL-Sonderfarben für den Stahlrahmen sind im Konfigurator wählbar und werden im Festpreis ausgewiesen. Eine separate Anfrage oder ein Angebot ist nicht notwendig - der Preis steht vor der Bestellung fest.
Wer sich unsicher ist, welches System für seine Einbausituation in Frage kommt, kann die konkrete Situation - Raumhöhe, Deckenstruktur, Bodenaufbau - direkt über die Produktseite anfragen. Die technische Ersteinschätzung hilft dabei, die richtige Konfiguration zu wählen, bevor die Bestellung ausgelöst wird.




