Maßmöbel Werkstatt-Notiz

Raumteiler gestalten: Glas, Sprossen, Farbe und Proportionen im Überblick

Manufaktur X Redaktion · 27. Juli 2026 · 7 Minuten Lesezeit · Werkstatt Regensburg
Raumteiler gestalten: Glas, Sprossen, Farbe und Proportionen im Überblick

Raumteiler nach Maß gestalten: Glastyp, Sprossenbild, Rahmenfarbe und Proportion

Wer in einem Wiener Altbau einen großen Wohnraum zonieren möchte, steht vor einer anderen Ausgangslage als jemand, der in einem Einfamilienhaus der 70er-Jahre Küche und Esszimmer trennen will - und trotzdem stellen beide dieselben vier Fragen: Welches Glas nehme ich? Wie viele Sprossen sollen es sein? In welcher Farbe soll der Rahmen kommen? Und stimmen die Proportionen mit dem Raum überein? Ein maßgefertigter Stahl-Glas-Raumteiler hat genau diese vier Stellschrauben. Keine versteckten Sonderoptionen, keine komplizierten Sonderwünsche - die gesamte gestalterische Wirkung entsteht aus diesen Entscheidungen. Wer den Raumteiler nach Maß plant, arbeitet mit einem fixen Stahlrahmen, der konstruktiv immer sichtbar bleibt, und einer einzigen Glasart für die gesamte Fläche.

Raumteiler - 3D-konfigurator, Manufaktur X
Raumteiler

Warum die Reihenfolge der Entscheidungen zählt

In unserer Fertigung sehen wir immer wieder, wo Planungen ins Stocken geraten: meistens dann, wenn Kunden mit der Rahmenfarbe beginnen, bevor die Glasart feststeht. Das führt zu einem einfachen Problem - ein anthrazitfarbener Rahmen vor Milchglas wirkt völlig anders als derselbe Rahmen vor Klarglas. Die Entscheidung für die Farbe ohne den Glaskontext ist schlicht nicht aussagekräftig.

Die bewährte Planungsreihenfolge beginnt deshalb mit dem Glas, weil es bestimmt, wie viel Raumtiefe nach der Montage wahrnehmbar bleibt. Danach folgt die Sprossendichte, die dem Element seinen Charakter gibt - ruhig-offen oder feingliedrig-klassisch. Erst dann ergibt die RAL-Farbe des Stahlrahmens einen klaren gestalterischen Sinn. Die Proportion - also Gesamtbreite, Raumhöhe, die Lage eines optionalen Durchgangs sowie optionale Seitenteile und ein Oberteil - bildet den äußeren Rahmen, in dem alle anderen Entscheidungen zusammenspielen.

Glasart: die wichtigste Einzelentscheidung beim Raumteiler

Die Glasart ist der folgenreichste Hebel, weil sie für die gesamte Fläche des Raumteilers gilt - eine einzige Sorte für das ganze Element, keine feldweise Mischung. Sie entscheidet darüber, ob der Raumteiler Bereiche visuell verbindet oder klar voneinander trennt.

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und Sprossengliederung teilt einen lichtdurchfluteten Wohnraum ab.

Alle verfügbaren Glasarten sind aus Sicherheitsglas (ESG oder VSG) gefertigt. Die Unterschiede betreffen ausschließlich Transparenz und optischen Charakter, nicht frei wählbare Muster oder Beschichtungen. Zur Auswahl stehen folgende Varianten:

Glasart Durchblick Sichtschutz Gestalterische Wirkung
Klar vollständig keiner Maximale Transparenz - Rahmen und Sprossen treten in den Vordergrund. Erste Wahl für offene Grundrisse und Gründerzeit-Wohnungen mit viel Tageslicht.
Milch diffus hoch Ruhige, hell-matte Fläche. Lässt Licht durch, verbirgt aber Konturen - gut geeignet für Schlaf- und Arbeitsbereiche.
Rauch leicht getönt mittel Dezent rauchig getöntes Glas, das dem Element Tiefe und einen eleganten, gedämpften Ton verleiht.
Dunkelrauch stark getönt hoch Dunkle, satte Fläche mit starker Präsenz. Setzt den Raumteiler als grafisches Element in Szene.
Struktur (geriffelt) gebrochen hoch Bricht das Licht auf angenehme Weise, bietet Sichtschutz ohne den Raum zu verdunkeln.

Eine Planungsregel, die sich bewährt hat: die Glasart immer vor der Rahmenfarbe festlegen. Wer in einem nordseitigen Zimmer - im Altbau oft die Wohn- oder Schlafseite - Milch- oder Strukturglas einplant, sollte bedenken, dass stark streuendes Glas die Helligkeit spürbar reduzieren kann. Alle Glasarten lassen sich direkt im Raumteiler-Konfigurator auf manufakturx.at in Echtzeit vergleichen und wechseln.

Sprossen: Wie Dichte und Richtung den Charakter bestimmen

Die Sprossen - also die horizontalen und vertikalen Stege im Glas - geben dem Raumteiler seinen Rhythmus. Sie sind konstruktiv immer gleichmäßig verteilt; eine freie Feldgrößenwahl oder ein asymmetrisches Raster ist nicht möglich. Die gestalterische Frage lautet also: wie viele Sprossen, und in welche Richtung?

Eine großformatige Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen und mehreren Glasfeldern trennt einen Wohnbereich vom Essbereich in einer hellen Alt

Wenige Sprossen lassen die Glasfläche groß und offen wirken - das ist die minimalistische, moderne Lesart, die gut zu Räumen mit klaren Linien passt. Viele, dichter gesetzte Sprossen erzeugen ein feingliedriges Gitter, das an klassische Fabrikverglasung erinnert und dem Element Struktur und handwerkliche Qualität gibt. In einem Wiener Gründerzeitapartment mit hohen Stuckdecken kann genau diese Variante den richtigen Kontrapunkt setzen - industriell und historisch zugleich.

Horizontale Sprossen betonen die Breite und beruhigen optisch einen hohen Raum; vertikale Sprossen strecken die Höhe und lassen niedrigere Räume großzügiger wirken. Weil die Sprossen gleichmäßig verteilt werden, verändert jede zusätzliche Sprosse den Abstand aller Felder - ein engeres Raster wirkt formeller und klassischer, ein weites Raster moderner und luftiger. Da jede Sprosse direkt in die Kalkulation einfließt, ist die Sprossendichte zugleich ein Kosten- und ein Gestaltungsfaktor - beides sehen Sie im Konfigurator auf einen Blick.

RAL-Farbe des Stahlrahmens: mehr als ein Detail

Der pulverbeschichtete Stahlrahmen ist immer Teil des Raumteilers - eine rahmenlose Variante gibt es nicht. Die Pulverbeschichtung sorgt für eine gleichmäßige, kratzfeste und langlebige Oberfläche; im Vergleich zu herkömmlichem Nasslack ist das Verfahren zudem deutlich umweltschonender. Die RAL-Farbe ist damit kein nachrangiges Detail, sondern ein echter Gestaltungshebel.

Ein dunkler Rahmen - etwa Tiefschwarz RAL 9005 oder Anthrazit RAL 7016 - setzt einen klaren Kontrast zu hellen Wänden und Sichtziegelfeldern und zeichnet die Sprossen als grafische Linien nach. Das ist die typische Industrie-Optik, die heuer in vielen sanierten Altbauwohnungen und alpinen Neubauten gleichermaßen gefragt ist. Ein heller Rahmen in Cremeweiß oder einem warmen Grauweiß lässt die Konstruktion zurückhaltender wirken und rückt das Glas selbst in den Vordergrund.

Zwei einfache Regeln helfen bei der Farbwahl: Erstens, die Rahmenfarbe auf bereits vorhandene Metalloberflächen im Raum abstimmen - Türgriffe, Heizkörper, Armaturen. Zweitens, den Farbton nie isoliert auf der Farbkarte beurteilen, sondern immer im Zusammenspiel mit der gewählten Glasart.

Proportion, Durchgang, Seitenteile und Oberteil

Eine fest montierte Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen unterteilt einen hellen Wohnraum.

Die Proportion entscheidet darüber, ob der Raumteiler sich harmonisch einfügt oder den Raum dominiert. Sie ergibt sich aus der Gesamtbreite, der Höhe - in österreichischen Altbauten oft 3,20 m oder mehr -, der optionalen Lage eines Durchgangs sowie den möglichen Ergänzungen durch Seitenteile und ein Oberteil.

Der Durchgang ist eine offene, begehbare Passage ohne Türblatt, Griff oder Scharnier. Der Raumteiler bleibt eine fest montierte Trennwand mit einer Öffnung zum Durchgehen. Breite und Höhe des Durchgangs legen Sie frei fest; seine Lage prägt die Wirkung spürbar: mittig angeordnet wirkt der Raumteiler symmetrisch und ruhig, seitlich versetzt entsteht eine bewusste Asymmetrie und ein klar geführter Weg durch den Raum. Weil der Durchgang Glasfläche einspart, wirkt er sich auch auf den Preis aus - er senkt ihn.

Soll der Raumteiler eine vorhandene Öffnung vollständig ausfüllen, ergänzen optionale Seitenteile die Breite bis zur Wand, ein optionales Oberteil schließt nach oben zur Decke ab. Beide werden im selben Stahl-Glas-Aufbau gefertigt, sodass das Element als eine durchgehende Fläche wirkt - kein eingesetzter Kasten, keine sichtbaren Fugen ringsherum. Gerade in Räumen mit Raumhöhen von 2,80 m aufwärts macht dieses raumhohe Abschließen einen erheblichen Unterschied.

Wichtig für die Maßangabe: Sie geben die gewünschten Fertigmaße ein - also die Maße des fertigen Elements, nicht die Rohbauöffnung. In unserer Fertigung erleben wir, dass der häufigste Grund für Passungenauigkeiten nicht ein Produktionsfehler ist, sondern eine falsch gemessene Öffnung. Messen Sie zweimal, an Ober- und Unterkante, und nehmen Sie den kleineren Wert als Basis.

Was ein Raumteiler nach Maß kostet

Der Preis eines Stahl-Glas-Raumteilers von Manufaktur X wird im Konfigurator in Echtzeit als transparenter Festpreis berechnet - er hängt von Breite und Höhe, der Glasfläche, der Anzahl der Sprossen und der Glasart ab. Die Standardkonfiguration startet ab 2.212 EUR inkl. UmSt. Ein Durchgang senkt den Preis, weil er die Glasfläche und damit den Materialaufwand reduziert. Nicht-Klarglas wird pauschal aufgeschlagen; jede Sprosse fließt einzeln in die Kalkulation ein.

ProduktPreis abHinweis
Lofttür1.157 €Günstigste mögliche Variante
Raumteiler2.212 €Stahl-VSG, individuelle Breite
Großes Regal3.200 €Massivholz, Stahlgestell, raumhoch
Esstisch1.580 €Massivholz, Stahlgestell
Couchtisch1.155 €Massivholz, Stahlgestell
Sitzbank1.100 €Massivholz, Stahlgestell
TV-Board1.540 €Massivholz, Stahlgestell
Rohrregal1.065 €Modulares Rohrregal

Weil jede Sprosse und jeder Quadratmeter Glas direkt in die Rechnung einfließen, sehen Sie beim Konfigurieren sofort, was eine dichtere Sprosseneinteilung oder eine größere Fläche tatsächlich kostet - ohne versteckte Aufpreise. Manufaktur X fertigt als Direkthersteller in der EU; die Lieferzeit beträgt 5 bis 6 Wochen ab Auftragsbestätigung. Verwandte Produkte wie die Lofttür nach Maß oder das gesamte Maßregal-Sortiment folgen demselben Konfigurator-Prinzip: Maß eingeben, Optionen wählen, Preis sofort sehen.

Häufige Fragen zum Raumteiler gestalten

Kann ich zwei verschiedene Glasarten in einem Raumteiler kombinieren?

Nein. Ein Raumteiler wird durchgehend mit einer einzigen Glasart gefertigt - Klar, Milch, Rauch, Dunkelrauch oder Struktur. Die gestalterische Vielfalt entsteht aus der Kombination von Glasart, Sprossenbild und Rahmenfarbe, nicht aus einem feldweisen Glasmix.

Welche Glasart empfiehlt sich zwischen Küche und Wohnbereich?

Strukturglas ist hier eine häufige Wahl: Es bricht das Licht angenehm und bietet Sichtschutz, ohne den Raum abzudunkeln. Wer die Küche bewusst als Teil des Wohnbereichs zeigen möchte, greift zu Klarglas; wer stärker abschirmen will, wählt Milchglas. In Wohnungen mit wenig Tageslicht empfehlen wir grundsätzlich, Milch- und Strukturglas auf ihre Lichtwirkung hin zu überprüfen, bevor die Wahl fix ist.

Wie viele Sprossen sind die richtige Wahl?

Das ist eine reine Stilentscheidung, da die Sprossen immer gleichmäßig verteilt sind. Ein weites Raster mit wenigen Sprossen wirkt offen und zeitgemäß; ein dichtes Raster wirkt feingliedrig und klassisch-industriell. Horizontale Sprossen betonen die Breite, vertikale strecken die Höhe. Jede Sprosse erhöht den Preis um einen fixen Betrag - den aktuellen Stand sehen Sie im Konfigurator direkt.

Eine raumhohe Stahl-Glas-Trennwand mit schwarzem Stahlrahmen unterteilt einen hellen Wohnbereich.

Ist der Stahlrahmen immer sichtbar?

Ja. Der pulverbeschichtete Stahlrahmen ist konstruktiv immer vorhanden - eine rahmenlose Ausführung gibt es nicht. Seine RAL-Farbe ist deshalb ein bewusster Gestaltungshebel, vom kontrastreichen Tiefschwarz bis zum zurückhaltenden Cremeweiß.

Ist der Durchgang eine Tür?

Nein. Der Durchgang ist eine offene, begehbare Passage ohne Türblatt, Griff oder Scharnier. Der Raumteiler ist und bleibt eine fest montierte Trennwand. Wer eine echte bewegliche Tür im selben Stil sucht, findet diese bei der Lofttür nach Maß.

Welche Maße gebe ich im Konfigurator ein?

Sie geben die gewünschten Fertigmaße des Elements ein - also die Maße des fertigen Raumteilers, nicht die Rohbauöffnung. Planen Sie bei beengten Einbausituationen eine ausreichende Montagetoleranz ein, damit das Element problemlos eingesetzt werden kann.

Manufaktur X - maßgefertigte Möbel aus Stahl, Glas und Massivholz im 3D-Konfigurator - Raumteiler
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