Wer einmal in einem Wiener Gründerzeit-Altbau gewohnt hat, kennt das Dilemma: Die hohen Räume sind wunderschön, aber ohne durchdachte Möblierung wirken selbst großzügige Wohnungen schnell kalt und unstrukturiert. Auf der anderen Seite kämpfen Bewohnerinnen und Bewohner kleinerer Einheiten - ob Gemeindebau oder Neubau-Kompaktapartment - damit, dass jeder Quadratmeter mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen muss. Die Lösung liegt in beiden Fällen nicht im Reißen von Wänden, sondern im bewussten Einsatz von Möbeln und flexiblen Raumtrennern.
Warum offene Grundrisse Struktur brauchen

Offene Wohn-Koch-Essbereiche sind seit Jahren beliebt - und das zu Recht. Sie lassen mehr Licht durch, fördern das Miteinander und lassen Wohnungen größer wirken. Doch genau diese Offenheit stellt uns vor eine Herausforderung: Wo endet der Kochbereich, wo beginnt der Wohnbereich? Wo kann man in Ruhe arbeiten, ohne ständig abgelenkt zu werden?
Unser Gehirn reagiert auf räumliche Struktur. Ein klar gegliederter Raum vermittelt Ruhe und Orientierung, während ein diffus möblierter Grundriss unbewusst Unruhe erzeugt - auch wenn man gar nicht benennen kann, warum man sich nicht ganz wohlfühlt.
Möbel als aktive Raumgestalter einsetzen
Möbel sind keine passiven Einrichtungsgegenstände. Sie definieren Bewegungsflüsse, schaffen gefühlte Grenzen zwischen Bereichen und bestimmen, wie wir einen Raum wahrnehmen und nutzen.
Den Raum optisch größer wirken lassen
Einige bewährte Grundregeln für mehr Weite:
- Niedrige Möbel bevorzugen - besonders bei Räumen mit Raumhöhen unter 2,80 m
- Schlank wirkende, luftige Designs wählen statt massiver Kästen
- Sofas und Sessel mit sichtbaren Beinen aufstellen, damit mehr Boden zu sehen ist
- Multifunktionale Stücke bevorzugen, die mehrere Möbel ersetzen
Ein Sofa auf hohen Beinen gibt dem Auge Tiefe - der Boden darunter signalisiert dem Gehirn: hier ist Platz. Regale mit offener Rückwand verstärken diesen Effekt zusätzlich, weil sie die Raumtiefe nicht unterbrechen.
Bereiche gliedern ohne Trennwand
Die Frage, die viele beim Einrichten beschäftigt: Wie trennt man Essen, Wohnen und Arbeiten, ohne gleich den Baumeister zu rufen?
Die Antwort liegt in der geschickten Zonierung durch Möblierung. Ein Regalraumteiler, die Rückenlehne eines Sofas quer im Raum, ein gut platzierter Teppich - all das definiert Bereiche, ohne sie abzuschneiden. Wer mehr Flexibilität möchte, greift zu Lösungen, die sich öffnen und schließen lassen.
Proportionen und die Kunst der Möbelanordnung
Ein häufiger Einrichtungsfehler, den man in österreichischen Altbauwohnungen besonders oft sieht: Alle Möbel stehen an den Wänden, die Mitte bleibt leer. Das fühlt sich zwar nach "mehr Platz" an, wirkt aber schnell wie ein leerer Wartesaal.
Besser ist es, den Raum gedanklich in Drittel zu teilen und Ankerpunkte an diesen Linien zu setzen. Ein Couchtisch, der die Sitzgruppe verbindet, ein Regal, das den Übergang zum Essbereich markiert - so entsteht ein harmonisches Gesamtbild.
Mit Möbelhöhen Dynamik erzeugen
Gerade in Altbauwohnungen mit Deckenhöhen von 3,20 m oder mehr lohnt es sich, verschiedene Möbelhöhen bewusst einzusetzen:
- Hohe Regale und Schränke betonen die Raumhöhe und wirken repräsentativ
- Niedrige, breite Möbel schaffen ein erdiges, gemütliches Gefühl - Stichwort österreichische Gemütlichkeit
- Der Wechsel zwischen Hoch und Niedrig erzeugt Spannung und verhindert Monotonie
Bewegliche Elemente für wechselnde Bedürfnisse
Nicht alles muss fest verankert sein. Gerade heuer, wo sich Wohnräume mehr denn je als Arbeits-, Lebens- und Entspannungsraum in einem bewähren müssen, zahlt sich Flexibilität aus:
- Poufs statt eines zweiten schweren Sessels
- Beistelltische auf Rollen
- Modulare Sofasysteme, die sich umkonfigurieren lassen
- Ausziehbare Esstische, die bei Bedarf mehr Platz bieten
Licht, Spiegel und Farbe als Verbündete
Wer das Raumgefühl verbessern möchte, darf Licht und Oberflächen nicht vergessen. Ein durchdachtes Lichtkonzept mit mehreren Ebenen - Deckenbeleuchtung für Grundhelligkeit, Stehlampen für die mittlere Zone, Tischleuchten für Akzente - macht selbst kompakte Räume großzügiger.
Strategisch platzierte Spiegel verdoppeln optisch das einfallende Tageslicht, besonders wirksam gegenüber einer Fensterfront. In Altbauwohnungen mit hohen Fenstern ist das ein besonders effektives Mittel.
Bei Farben und Materialien gilt: Helle Möbel lassen Räume luftiger wirken, dunkle schaffen Wärme und Gemütlichkeit, können aber schnell erdrücken. Transparente Elemente aus Glas oder Acryl "verschwinden" optisch und nehmen kaum visuelle Fläche weg.
Raumtrenner: Mehr als eine schnelle Lösung

Manchmal reicht ein Regal nicht aus. Wer echte Privatsphäre oder eine funktionale Trennung zwischen zwei Bereichen braucht - etwa zwischen Homeoffice und Wohnzimmer, oder zwischen Schlaf- und Ankleidezone in einem offenen Dachgeschoss - braucht eine Lösung mit mehr Substanz.
Lofttüren: Trennung auf Zeit
Eine Lofttür ist genau das: Sie schließt, wenn man Ruhe braucht, und öffnet, wenn der Raum wieder zusammenwachsen soll. Anders als eine klassische Tür blockiert sie kaum Licht - Glas und Stahl lassen die Großzügigkeit des Raumes erhalten. Bei Manufaktur X lässt sich die Lofttür vollständig nach Wunschmaß konfigurieren: Breite und Höhe werden als exakte Wunschmaße eingegeben, der Stahlrahmen wird in der gewünschten RAL-Farbe pulverbeschichtet (das Verfahren sorgt für eine gleichmäßige, kratzfeste Oberfläche ohne Lösungsmittel), und für das Glas stehen verschiedene Typen zur Wahl - von Klarglas über Milchglas bis hin zu ESG- oder VSG-Sicherheitsglas. Zusätzlich kann ein Sprossenmuster gewählt werden, das dem Stahl-Glas-Element seinen charakteristischen Look verleiht.
Wichtig aus der Praxis: Der häufigste Grund, warum maßgefertigte Türen nicht passen, ist eine falsch gemessene Einbausituation - nicht ein Fertigungsfehler. Das Wunschmaß wird direkt eingegeben, nicht das Rohbaumaß.
Raumteiler: Fixe Gliederung ohne Wand
Ein Raumteiler aus Stahl und Glas geht einen Schritt weiter: Er ist fest verankert und gliedert den Grundriss dauerhaft, ohne eine massive Trennwand zu erfordern. Im Konfigurator werden Breite und Höhe nach Wunschmaß eingegeben. Optional kann ein Durchgang (Walk-through) mit eigener Breite und Höhe eingeplant werden - die Durchgangsfläche reduziert die Glasfläche und damit den Preis. Der pulverbeschichtete Stahlrahmen ist immer vorhanden, eine rahmenlose Variante gibt es nicht. Als Glasarten stehen Klar, Milch, Rauch und Dunkelrauch zur Wahl (auch in Struktur/geriffelt), wahlweise als ESG- oder VSG-Sicherheitsglas. Horizontale und vertikale Sprossen werden immer gleichmäßig verteilt - ein freies, asymmetrisches Raster ist nicht möglich. Optional lassen sich Seitenteile und ein Oberteil ergänzen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 2.200 Euro. Die Lieferzeit beträgt 5-6 Wochen.
In einem Einfamilienhaus aus den 1970ern, wo Küche, Ess- und Wohnzimmer oft schon offen ineinander übergehen, ist ein solcher Raumteiler eine elegante Möglichkeit, dem Grundriss ohne Baumeister mehr Struktur zu geben.
Die häufigsten Einrichtungsfehler - und wie man sie vermeidet
Einige Fallen begegnen einem immer wieder - unabhängig davon, ob es sich um eine Mietwohnung im Gemeindebau oder ein freistehendes Haus handelt:
- Übermöblierung: Jedes Möbelstück sollte einen klaren Zweck haben. Was keinen Mehrwert bringt, stiehlt Platz und Ruhe.
- Falsche Dimensionen: Ein überdimensioniertes Sofa in einem kleinen Wohnzimmer wirkt wie ein Fremdkörper und macht den Raum unbrauchbar.
- Verstopfte Laufwege: Für Durchgänge sollten mindestens 70-80 cm frei bleiben - das ist keine Faustregel, sondern eine Erfahrungsgröße aus der Einrichtungspraxis.
- Zu viel auf einmal: Räume verändern sich mit den Bedürfnissen ihrer Bewohner. Wer zu früh alles fixiert, büßt Flexibilität ein.
Zonierung nach Raumfunktion
Das Wohnzimmer als Treffpunkt
Hier zählt die Gesprächszone: Sitzmöbel sollten einander zugewandt sein, der ideale Gesprächsabstand liegt bei maximal 2,5 Metern. Ein zentraler Couchtisch verbindet die Gruppe, Beistelltische in Reichweite ersetzen die ewige Suche nach einem Ablageplatz.
Homeoffice im Wohnraum integrieren
Ein zunehmend relevantes Thema in österreichischen Wohnungen: Wo arbeitet man, ohne die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit vollständig aufzulösen? Ein großes Regal als Rückenabschluss des Arbeitsbereichs, eine Lofttür oder ein Raumteiler als visuelle Schranke - das schafft psychologische Distanz, ohne einen eigenen Raum zu erfordern.
Das Schlafzimmer als Ruhepol
Das Bett sollte das Zentrum sein, nicht die gesamte Fläche dominieren. Ein kleiner Trick: Wer das Bett so platziert, dass es vom Eingang aus nicht sofort vollständig sichtbar ist, schafft eine natürliche Privatzone - besonders wirkungsvoll in Dachgeschosswohnungen mit Dachschrägen, die ohnehin interessante Nischen erzeugen.
Saisonal denken - die Möblierung mitnehmen lassen
Österreichische Jahreszeiten sind ausgeprägt, und das lässt sich auch in der Einrichtung widerspiegeln. Im Sommer darf es leichter und luftiger werden: weniger Textilien, freiere Flächen, hellere Akzente. Im Winter lädt man sich Gemütlichkeit ins Haus: Sitzecken rücken zusammen, wärmere Materialien kommen auf den Tisch - wortwörtlich, etwa eine Sitzbank aus massiver Eiche am Esstisch, die zum Verweilen einlädt.
Selbst kleine Veränderungen - ein anderer Teppich, umgestellte Sitzmöbel - können das Gefühl eines Raumes vollständig verändern, ohne einen einzigen Nagel in die Wand zu schlagen.
Minimalismus und Gemütlichkeit müssen kein Widerspruch sein
Der Trend zum Minimalismus hat uns gelehrt, Ballast loszulassen. Doch Räume, die zu streng reduziert sind, wirken schnell klinisch - gerade in Österreich, wo das Zuhause traditionell ein Ort der Wärme und des Wohlbefindens ist. Der goldene Mittelweg: Auf das Wesentliche reduzieren, aber mit persönlichen Akzenten arbeiten. Ein aufgeräumter Raum mit einem handgefertigten Esstisch aus Massivholz oder einem auffälligen Regal mit Charakter erzählt eine Geschichte - und das ist letztlich das, was ein Zuhause ausmacht.
Nachhaltigkeit spielt dabei eine wachsende Rolle: Möbel, die langlebig sind, repariert werden können und mit wechselnden Bedürfnissen mitwachsen, sind keine Randerscheinung mehr. Ein massiver Esstisch aus Eiche, Buche oder Esche, der Jahrzehnte hält, ist am Ende nachhaltiger als drei günstige Ersatzlösungen vom Einrichtungshaus.
Der Konfigurator als Planungswerkzeug
Was all diese Überlegungen gemeinsam haben: Sie werden konkret erst dann, wenn man die eigenen Maße kennt und sieht, wie das Möbelstück im Raum wirkt. Genau hier hilft der 3D-Konfigurator von Manufaktur X: Wunschmaße eingeben, Material und Rahmenfarbe wählen, Sprossenmuster definieren - und in Echtzeit sehen, wie das Ergebnis aussieht, inklusive sofortiger Preisanzeige. Kein Warten auf ein Angebot, kein Rätselraten über Lieferzeiten. Die Produktion dauert 5-6 Wochen, gefertigt wird in der EU.
Ob Lofttür für das Altbau-Wohnzimmer, Raumteiler für das offene Dachgeschoss oder ein großes Regal als Rückgrat der Einrichtung - die Konfiguration beginnt mit einer einzigen Eingabe: dem Maß, das man sich wünscht.
Lofttür nach Maß konfigurieren | Raumteiler individuell planen
Häufige Fragen zur Raumgestaltung mit Lofttür und Raumteiler
Was ist der Unterschied zwischen einer Lofttür und einem Raumteiler?
Eine Lofttür ist ein bewegliches Element mit Türflügel - sie lässt sich öffnen und schließen und ermöglicht so eine flexible Trennung von Bereichen. Ein Raumteiler ist eine fest verankerte Stahl-Glas-Konstruktion, die dauerhaft Struktur in den Grundriss bringt, optional aber einen Durchgang (Walk-through) integriert haben kann.
Kann ich die Maße selbst bestimmen oder brauche ich einen Fachmann zum Ausmessen?
Bei Manufaktur X gibt man das exakte Wunschmaß ein - also das Maß, das das Möbelstück haben soll, nicht das Rohbaumaß der Öffnung. Das Ausmessen macht man selbst, am besten mit einem Stahlmaßband und zweimal überprüft. Die häufigste Fehlerquelle bei maßgefertigten Möbeln ist eine ungenaue Messung, nicht ein Fehler in der Fertigung.
Welche Glasarten gibt es für Raumteiler und Lofttüren?
Zur Wahl stehen Klarglas, Milchglas, Rauchglas und Dunkelrauchglas (auch in Struktur/geriffelt). Für erhöhte Sicherheitsanforderungen ist ESG- oder VSG-Sicherheitsglas wählbar. Das Sprossenmuster - also das Raster aus horizontalen und vertikalen Stahlstreben - ist eine separate Designentscheidung und unabhängig vom Glastyp wählbar.
Wie lange dauert die Lieferung?
Die Produktionszeit beträgt 5-6 Wochen. Alle Produkte werden in der EU gefertigt.



