Wer kennt das nicht: Der Esstisch wird zum Schreibtisch, das Wohnzimmer zum Meetingraum, und irgendwo zwischen Kaffeekanne und Laptop verschwimmt die Grenze zwischen Feierabend und Arbeitstag. Gerade in Wiener Altbauwohnungen, im Gemeindebau oder im Einfamilienhaus der 70er-Jahre war an ein eigenes Arbeitszimmer oft gar nicht zu denken - die Grundrisse sind, wie sie sind.
Aber: Einen dedizierten Arbeitsbereich zu schaffen bedeutet nicht zwingend, eine Wand einzuziehen oder umzubauen. Mit den richtigen Elementen lässt sich auch ein offener Grundriss so strukturieren, dass Arbeit und Wohnen echte Eigenständigkeit bekommen.
Warum räumliche Trennung so wichtig ist - nicht nur fürs Arbeiten
Unser Gehirn verknüpft Orte mit Gewohnheiten. Wer am selben Sofa arbeitet, auf dem abends Netflix läuft, trainiert sich unbewusst an, nie wirklich abzuschalten. Umgekehrt fällt konzentriertes Arbeiten schwer, wenn ringsum Wohnzimmer-Atmosphäre herrscht.
Das ist keine Frage der Disziplin - das ist schlicht Psychologie. Eine physische Grenze, und sei sie noch so dezent, signalisiert dem Kopf: hier beginnt die Arbeitszone, dort endet sie. Genau das macht den Unterschied zwischen produktivem Homeoffice und permanentem Halbzustand.
Was eine räumliche Trennung leisten muss
- Visuelle Abgrenzung: Der Blick schweift nicht ständig in den Wohnbereich
- Akustische Dämpfung: Hintergrundgeräusche werden reduziert, ohne den Raum abzuriegeln
- Flexibilität: Die Lösung soll sich dem Alltag anpassen, nicht umgekehrt
- Ästhetik: Das Ergebnis soll zur Einrichtung passen - nicht wie eine Notlösung aussehen
Lofttür oder Raumteiler - welche Lösung passt wohin?
Beide Lösungen arbeiten mit dem gleichen Grundprinzip: ein pulverbeschichteter Stahlrahmen mit Glaselementen trennt Bereiche optisch und akustisch - ohne das Raumgefühl zu zerstören. Der Unterschied liegt im Nutzungskontext.
Die Lofttür: Trennung mit Öffnungsoption

Eine Lofttür eignet sich überall dort, wo du die Möglichkeit haben willst, einen Bereich zu öffnen oder zu schließen. Arbeitsecke im Schlafzimmer, Hobbyraum neben dem Wohnzimmer, Kinderzimmer mit Durchgang - die Lofttür gibt dir Kontrolle. Du kannst "die Tür hinter dir zumachen", wenn du arbeitest, und sie wieder aufsperren, wenn der Arbeitstag vorbei ist. Gerade in kleineren Altbauwohnungen, wo jeder Quadratmeter zählt, ist das ein echter Vorteil gegenüber einer festen Wand.
Der Raumteiler: permanente Strukturierung ohne Umbau
Ein Raumteiler ist die bessere Wahl, wenn du einen offenen Grundriss dauerhaft gliedern möchtest, ohne baulich einzugreifen. Er wird wandseitig befestigt und lässt sich optional mit einem Durchgang konfigurieren - einer Öffnung, durch die man hindurchgehen kann, ohne dass ein bewegliches Türblatt nötig ist. Das sieht in einem modernen Einfamilienhaus genauso stimmig aus wie in einer sanierten Gründerzeit-Wohnung mit Raumhöhen von 3,20 Metern oder mehr.
In unserer Fertigung erleben wir regelmäßig, dass Kunden anfangs unsicher sind, ob ein Raumteiler "zu viel" des offenen Raumgefühls wegnimmt - und dann im Nachhinein berichten, dass das Gegenteil eingetreten ist. Die Glasfläche hält den Raum optisch offen, die Struktur gibt ihm Klarheit.
Konfiguration: Was genau lässt sich anpassen?
Standardmaße funktionieren bei individuellen Raumsituationen selten. Genau deshalb basiert das Konzept von Manufaktur X auf Maßfertigung - und zwar ohne Tischlertermin oder langwierige Planung vor Ort.
Abmessungen nach Wunsch
Du gibst deine gewünschten Maße direkt ein - Breite und Höhe so, wie der Raumteiler oder die Lofttür am Ende stehen soll. Nicht die Rohbauöffnung, sondern das tatsächliche Fertigmaß. Das ist ein wichtiger Punkt: Der häufigste Grund, warum maßgefertigte Möbel oder Trennelemente nicht passen, ist keine Fertigungsungenauigkeit - es ist eine falsch gemessene Ausgangsgröße. Nimm dir Zeit beim Messen, und messe an mehreren Punkten - gerade in Altbauten sind Wände und Decken selten exakt gerade.
Glasart und Sprossenmuster

Beim Raumteiler wählst du eine Glasart für die gesamte Fläche: Klarglas, Milchglas, Rauchglas oder Dunkelrauchglas. Alle Varianten sind als Sicherheitsglas (ESG oder VSG) ausgeführt - das ist bei raumhohen Glaselementen dieser Größenordnung handwerklich sinnvoll. Sprossen - also horizontale und vertikale Streben im Glasfeld - werden gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt. Das ergibt ein ruhiges, konsistentes Raster, das gut zu minimalistischen wie zu klassischeren Einrichtungsstilen passt.
Rahmenfarbe per RAL-Code
Der Stahlrahmen wird pulverbeschichtet. Das bedeutet: Die Farbe wird nicht aufgepinselt, sondern elektrostatisch aufgetragen und eingebrannt. Das Ergebnis ist eine besonders gleichmäßige, kratzfeste Oberfläche - und das bei gleichzeitig umweltfreundlichem Verfahren, weil keine Lösungsmittel eingesetzt werden. Du wählst die Rahmenfarbe anhand von RAL-Codes - von klassischem Schwarz über Anthrazit bis hin zu hellen Tönen, die sich in einen hellen Wohnraum einfügen.
Der 3D-Konfigurator: so funktioniert die Online-Planung
Weder XXXLutz noch IKEA bieten wirklich maßgefertigte Trennlösungen für individuelle Raumhöhen - was du dort kaufst, ist konfektioniert. Der Konfigurator von Manufaktur X arbeitet anders: Du stellst Maße, Glasart, Sprosse und Rahmenfarbe ein, siehst das Ergebnis in Echtzeit als 3D-Vorschau und bekommst sofort einen transparenten Preis - ohne Anfrage, ohne Wartezeit, ohne Überraschung auf der Rechnung.
"Kunden, die ihren Raumteiler online konfigurieren, geben im Schnitt an, dass sie in der Planungsphase weniger als 20 Minuten gebraucht haben - von der ersten Maßeingabe bis zur fertigen Bestellung."
Die Produktionszeit beträgt 5-6 Wochen ab Bestelleingang. Alle Teile werden in der EU gefertigt. Der Raumteiler startet in der Standardkonfiguration ab 2.212 Euro inkl. UmSt.
Praktische Tipps zur Homeoffice-Zone - jenseits des Möbelkaufs
Ergonomie ist keine Frage des Budgets
Ein vernünftiger Arbeitsplatz braucht nicht viel - aber er braucht das Richtige:

- Bildschirm auf Augenhöhe: Ein Stapel Bücher tut's notfalls genauso gut wie ein Monitorarm
- Ausreichend Tageslicht: Idealerweise seitlich, nicht direkt ins Gesicht oder von hinten in den Bildschirm
- Sitzposition prüfen: Hüfte, Knie und Ellbogen sollten jeweils etwa 90 Grad bilden
- Stehphasen einplanen: Auch ohne höhenverstellbaren Schreibtisch - einfach regelmäßig aufstehen
Akustik im Homeoffice verbessern
Lärm ist einer der unterschätztesten Produktivitätskiller. Ein paar Maßnahmen, die wirklich helfen:
- Teppich unter dem Arbeitsbereich: Schluckt Trittschall und reflektierten Raumhall
- Vorhänge oder Akustikpaneele: Besonders in Altbauten mit hohen Decken und Hartböden hilfreich
- Noise-Cancelling-Kopfhörer: Für Phasen tiefer Konzentration - unabhängig davon, wie gut die Raumtrennung ist
- Absprachen im Haushalt: Klare Zeiten für Meetings definieren, in denen auf laute Aktivitäten im Hintergrund verzichtet wird
Visuelle Cues für den Gehirn-Switch
Zusätzlich zur physischen Trennung lohnt es sich, den Arbeitsbereich auch optisch vom Rest der Wohnung abzusetzen - das muss kein aufwendiger Umbau sein:
- Eine andere Wandfarbe hinter dem Schreibtisch
- Ein spezifischer Teppich, der nur den Arbeitsbereich markiert
- Andere Beleuchtungstemperatur als im Wohnbereich (kälteres Licht fürs Arbeiten, wärmeres zum Entspannen)
Diese kleinen Signale machen einen größeren Unterschied als man anfangs glaubt - besonders wenn man sich heuer vornimmt, das Homeoffice endlich strukturiert anzugehen.
Familienleben und Homeoffice: Alltag mit Kindern und Mitbewohnern
Klare Regeln schaffen Entspannung für alle
Eine gut durchdachte Raumstruktur hilft auch beim Thema Miteinander im Haushalt:
- Sichtbare Signale für "Bitte nicht stören" - ein geschlossenes Türblatt einer Lofttür ist dabei das deutlichste Signal überhaupt
- Feste Zeiten für konzentriertes Arbeiten, die alle kennen
- Gemeinsame Pausen bewusst einplanen - Mittagessen zusammen am Esstisch macht den Abstand zur Arbeit greifbar
Mit Kindern im Homeoffice - realistisch geplant
- Intensive Arbeitsphasen in Schlaf- oder Krippenzeiten legen
- Betreuung mit dem Partner oder der Partnerin abwechseln, wenn möglich
- Älteren Kindern erklären, was "die Tür ist zu" bedeutet - mit einer Lofttür ist das buchstäblich sichtbar

Häufige Fragen zur Homeoffice-Abtrennung mit Lofttür und Raumteiler
Brauche ich für einen Raumteiler eine Baugenehmigung?
Ein freistehend montierter Raumteiler aus Stahl und Glas gilt in der Regel als nicht tragendes Einrichtungselement und erfordert in Österreich typischerweise keine Baugenehmigung. Bei Mietwohnungen empfiehlt sich eine Rücksprache mit der Hausverwaltung, wenn Wandbefestigungen angebracht werden sollen.
Wie schwer ist ein maßgefertigter Stahl-Glas-Raumteiler?
Das hängt stark von den Maßen und der Glasstärke ab. ESG-Sicherheitsglas bringt je nach Stärke zwischen 10 und 20 kg pro Quadratmeter auf die Waage - bei einem Raumteiler von 2 x 2,5 Metern kommt da einiges zusammen. Die Wandverankerung sollte entsprechend ausgeführt werden; bei Altbauten mit Ziegelwänden in der Regel kein Problem, bei Trockenbauwänden empfiehlt sich vorab eine Rückfrage.
Kann ich den Raumteiler auch selbst montieren?
Ja, die Montage ist grundsätzlich als Selbstmontage ausgelegt. Allerdings: Bei raumhohen Glaselementen braucht man mindestens zwei Personen, und die Wandverankerung sollte sicher sitzen. Wenn du unsicher bist, lohnt sich ein Handwerker für die Stunde der Montage - das ist gut investiertes Geld.
Was ist der Unterschied zwischen ESG und VSG?
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) bricht bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel - deutlich sicherer als normales Glas. VSG (Verbund-Sicherheitsglas) besteht aus zwei Scheiben mit einer Folie dazwischen; es splittert nicht, sondern hält beim Bruch als Einheit zusammen. Für raumhohe Trennelemente ist VSG die sicherere Wahl, weil herabfallende Glassplitter ausgeschlossen sind.
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