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Maßmöbel § 18.0 / Werkstatt-Notiz*

Raumteiler nach Maß: Welche Lösungen funktionieren in österreichischen Wohnungen?

Verschiedene Raumteiler-Konzepte: Von temporären bis zu dauerhaften Lösungen

Eine nachträgliche Raumaufteilung in österreichischen Wohnungen erfordert durchdachte Entscheidungen: Tageslichtführung, Akustik und die charakteristischen Deckenhöhen des Wiener Altbaus verlangen nach spezifischen Lösungen. Ob mobile Trennwände, offene Regalsysteme, Vollholzkonstruktionen oder raumhohe Stahl-Glas-Elemente – jede Variante hat ihre Berechtigung, aber auch klare Grenzen. Wer die falsche Lösung für seinen Grundriss wählt, merkt das meist erst nach der Montage. Hier erfahren Sie, welche Raumteiler-Systeme in welchen Situationen tatsächlich funktionieren.

Temporäre Lösungen: Vorhänge und mobile Trennwände

Vorhänge und verschiebbare Stellwände punkten mit ihrer Flexibilität – binnen weniger Stunden aufgestellt, bei Bedarf wieder entfernt. Diese Mobilität ist jedoch gleichzeitig ihr funktionaler Schwachpunkt. Ein Stoffvorhang reduziert Geräusche praktisch nicht wahrnehmbar. Wer hofft, mit einem Leinenvorhang zwischen Homeoffice und Wohnbereich akustische Ruhe für Videokonferenzen zu schaffen, wird schnell ernüchtert. Für gelegentliche Nutzungen – etwa die kurzfristige Abtrennung eines Gästebereichs – sind sie durchaus praktisch. In den hohen Räumen des Wiener Altbaus mit Deckenhöhen von oft 3.200 mm wirken sie jedoch verloren: Der offene Bereich oberhalb der Vorhangoberkante macht jede Zonierung zunichte.

Regalsysteme als Raumteiler

Offene Regale schaffen optische Zonierung ohne bauliche Eingriffe – vom günstigen Modulregal um 400 € bis zur handwerklich gefertigten Maßlösung. Der entscheidende Unterschied zu echten Raumteilern liegt in ihrer begrenzten Höhe: Ein 180 cm hohes Regal in einem 3.000 mm hohen Gründerzeitrahmen lässt über einen Meter Freiraum – Schall und Blicke wandern ungehindert darüber hinweg. Regale eignen sich als zusätzliches Gestaltungselement, ersetzen aber keine strukturelle Raumtrennung. Die Frage ist immer: Soll nur ein Bereich markiert oder wirklich abgetrennt werden?

Vollholz-Raumteiler für gemütliche Atmosphäre

Massivholzkonstruktionen aus heimischen Hölzern wie Eiche, Buche oder Esche erzeugen warme Gemütlichkeit und passen perfekt zu österreichischer Wohnkultur. Sie sind ideal für Räume, wo die kühle Industrieoptik von Stahl-Glas-Konstruktionen nicht zum Ambiente passt – etwa in traditionellen Altbauwohnungen oder alpinen Wohnsituationen. Der Nachteil: Vollholz blockiert Tageslicht komplett. Diese Lösungen funktionieren nur, wenn beide entstehenden Bereiche eigene Fenster haben. In tiefen Wohnungen ohne durchgehende Belichtung entstehen durch massive Raumteiler dauerhaft dunkle Zonen, die künstliche Beleuchtung erfordern – ein Planungsfehler mit täglichen Auswirkungen.

Stahl-Glas-Systeme: Die funktionale Komplettlösung

Raumhohe Stahl-Glas-Konstruktionen erfüllen alle Anforderungen gleichzeitig: vollständige Raumtrennung bis zur Decke bei erhaltenem Tageslichtfluss. Der pulverbeschichtete Stahlrahmen aus 4 mm Rohstahl ermöglicht schlanke Profile, die der Glasfläche den Vortritt lassen. In Loft-Wohnungen und umgebauten Industriegebäuden verstärken sie die vorhandene Architektursprache, statt ihr zu widersprechen. Diese Konstruktionen sind besonders für tiefe Grundrisse ohne natürliche Zonierung geeignet – ein häufiges Merkmal moderner Neubauten, aber auch umgebauter Altbausubstanz.

Der Raumteiler von ManufakturX beginnt ab 945 € (inkl. UmSt.) und wird in der EU gefertigt. Die exakten Abmessungen, Glastyp und RAL-Farbe lassen sich vorab im digitalen Konfigurator festlegen.

Anforderungsanalyse: Welcher Grundriss braucht welche Lösung?

Wiener Altbau: Hohe Decken, verwinkelte Grundrisse

Gründerzeitliche Wohnungen in Wien haben charakteristische Merkmale: Deckenhöhen zwischen 2.900 und 3.400 mm sowie Enfilade-Grundrisse, wo Zimmer ohne Gangverbindung ineinander übergehen. Beide Eigenschaften machen Standardlösungen unbrauchbar. Ein konfektionierter Raumteiler mit 200 cm Höhe wirkt in einem 3.200 mm hohen Raum wie ein verloren wirkendes Möbelstück – der ungenutzte Luftraum darüber macht die Trennung wirkungslos. Maßfertigung ist hier keine Luxusoption, sondern technische Notwendigkeit für eine funktionale Lösung.

Moderne Lofts und umgebaute Industrieräume

Loft-Wohnungen teilen strukturelle Eigenschaften: offene Grundrisse, Deckenhöhen von 3.200 mm und mehr, fehlende natürliche Zonierung zwischen Wohnen, Schlafen und Arbeiten. Wer hier einen Schlafbereich abtrennen möchte, ohne den Raumcharakter zu zerstören, benötigt maßgeschneiderte Lösungen. Standard-Raumteiler verschwinden optisch in der Raumhöhe und erfüllen ihre Funktion nicht.

Neubau-Wohnungen mit offenen Grundrissen

Offene Wohn-Ess-Koch-Bereiche werden heuer zunehmend nachträglich unterteilt. Der Grund: Laut aktuellen Statistiken arbeitet ein Viertel der österreichischen Beschäftigten regelmäßig im Homeoffice, und offene Grundrisse ohne akustische Trennung erschweren konzentriertes Arbeiten erheblich. In Neubauten mit Betondecken und glatten Böden verstärkt sich dieses Problem, da schallabsorbierende Oberflächen fehlen.

Tageslicht als entscheidender Faktor

Die Tageslichtführung bestimmt oft die Materialwahl. Verfügt der abzutrennende Bereich über ein eigenes Außenfenster, kommen sowohl Vollholz als auch Glas in Frage. Fehlt das Fenster – häufig in tiefen Grundrissen mit nur einer Außenwand – ist eine transparente Lösung unerlässlich. Wer diese Möglichkeit durch einen massiven Raumteiler verbaut, schafft dauerhaft künstlich beleuchtete Bereiche. Ein einfacher Test: Hat die abzutrennende Zone kein eigenes Tageslicht, ist Glas funktional notwendig, nicht nur ästhetische Präferenz.

Integrierte Türlösungen: Warum Raumteiler und Lofttür zusammengehören

Der Planungsfehler: Raumteiler ohne Durchgang

Ein Raumteiler ohne Türöffnung wird schnell zur Alltagseinschränkung. Wer den abgetrennten Schlafbereich nur über Umwege durch andere Räume erreicht, hat eine Zonierung geschaffen, die praktisch unbefriedigend ist. Problematischer wird es bei nachträglichen Änderungen: Eine Türintegration in eine bereits montierte Stahl-Glas-Konstruktion erfordert meist komplette Demontage, neue Beschläge und angepasste Verglasung. Bei Unsicherheit sollte die Türöffnung von Anfang an eingeplant werden – auch wenn die Tür zunächst dauerhaft offen bleibt.

Aufeinander abgestimmte Systeme

Separate Beschaffung von Lofttür und Raumteiler bei verschiedenen Herstellern führt oft zu Materialbrüchen: unterschiedliche Profilstärken, abweichende RAL-Töne oder verschiedene Glasstärken wirken als optisches Flickwerk. Manufaktur X fertigt beide Komponenten als abgestimmte Einheit – Farbe, Glas, Profile und Oberflächenbehandlung werden gemeinsam konfiguriert. Die Produktionszeit beträgt für beide Elemente etwa 5-6 Wochen, bei kombinierter Bestellung erfolgt die Lieferung koordiniert in einem Vorgang.

Kostenstrukturen und Preisbildung bei maßgefertigten Raumteilern

Marktsegmente im Überblick

Der österreichische Markt für Innenraum-Raumteiler gliedert sich in vier Preisklassen mit unterschiedlichen Leistungsprofilen:

Kategorie Anbieter Preisspanne (inkl. UmSt.) Beschränkungen
Massenware Möbelhäuser, IKEA-Systeme 180–480 € Nur Standardhöhen, kein Schallschutz, begrenzte Optik
Fachhandel konfektioniert Glas-Stahl von Fachhändlern 950–1.800 € Standardbreiten, wenig Farbauswahl, keine Maßanpassung
Manufaktur X Maßfertigung Digitale Maßkonfiguration ab 945 € Festpreis aus Konfigurator, keine Nachkalkulationen
Handwerk/Einzelfertigung Lokale Schmiede, Tischler 3.000–7.500 € und mehr Lange Abstimmung, keine digitale Vorab-Visualisierung

Maßgeschneiderte Stahl-Glas-Raumteiler beginnen bei 945 € (inkl. UmSt.) mit transparenter Preisgestaltung durch den digitalen Konfigurator. Keine versteckten Kosten, keine Nachkalkulationen nach Auftragserteilung. Moderne Kunden erwarten digitale Planungstools – der Konfigurator beantwortet diese Erwartung mit Echtzeit-Konfiguration von Maßen, Materialien und Preisen in einem Arbeitsschritt.

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